Warum Lukas? Der Namenspatron unseres Ordens
Geistlicher Impuls · 18. Oktober 2026
Heute ist der Gedenktag des heiligen Lukas. Viele Menschen fragen uns, warum sich unsere Gemeinschaft Lukas-Orden nennt. Die Antwort führt mitten in das, was uns ausmacht.
Wer war Lukas?
Nach christlicher Überlieferung hat Lukas das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte geschrieben. Er begleitete den Apostel Paulus auf seinen Reisen. Paulus nennt ihn in einem Brief „Lukas, der geliebte Arzt“ (Kolosser 4,14).
Ein Arzt, der zum Evangelisten wurde: Diese Verbindung von Heilen und Verkündigen ist der Grund, warum Lukas bis heute als Schutzpatron der Ärzte gilt, und auch der Grund für unseren Namen.
Das Evangelium der Barmherzigkeit
Lukas hat in seinem Evangelium Geschichten aufgeschrieben, die man bei keinem anderen Evangelisten findet. Zwei davon kennt fast jeder:
- Der barmherzige Samariter (Lukas 10,25–37): Ein Fremder hilft einem Verletzten, an dem die Frommen vorbeigegangen sind.
- Der verlorene Sohn (Lukas 15,11–32): Ein Vater läuft seinem gescheiterten Sohn entgegen und nimmt ihn ohne Vorwürfe wieder auf.
Beide Geschichten erzählen von einem Gott, der sich den Verletzten, Gescheiterten und Verlorenen zuwendet. Genau dort sieht der Lukas-Orden seinen Platz.
Was der Name für uns bedeutet
Wer sich nach Lukas nennt, nimmt sich etwas vor: Leib und Seele zusammen sehen. Nicht nur nach der Krankheit fragen, sondern nach dem Menschen. Nicht nur helfen, sondern zuhören.
Deshalb sind die Telefonseelsorge und der Krankenbesuchsdienst die Schwerpunkte des Lukas-Ordens. Und deshalb steht über allem, was wir tun, das Wort Jesu:
„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25,40, Einheitsübersetzung 2016)
Mehr über die Wurzeln unserer Gemeinschaft lesen Sie im Beitrag „Dr. Klaus Thomas und die Wurzeln des Lukas-Ordens“.
Ihr St. Lukas Hospital Orden