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Geistlicher Impuls2 Min. Lesezeit

Ostern am Krankenbett: Wenn der Stein weggerollt wird

Geistlicher Impuls · 5. April 2026

Frohe Ostern! Heute feiern Christen auf der ganzen Welt das Fest der Auferstehung. Doch nicht alle können heute an einem festlich gedeckten Tisch sitzen. Viele Menschen verbringen Ostern im Krankenhaus, im Pflegeheim oder allein zu Hause. An sie denken wir heute besonders.

Die Frauen am Grab

Am Ostermorgen gehen Frauen zum Grab. Sie tragen Salben, sie wollen einem Toten einen letzten Dienst erweisen. Unterwegs fragen sie sich: „Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?“ (Markus 16,3). Als sie ankommen, ist der Stein schon weg.

Diese Frage kennen viele Kranke und ihre Angehörigen gut. Wer wälzt den Stein weg: die Angst vor der nächsten Untersuchung, die Sorge um die Familie, die Last einer schweren Diagnose?

Ostern verdrängt das Leid nicht

Die Osterbotschaft sagt nicht, dass Karfreitag nicht wehgetan hat. Die Wunden des Auferstandenen bleiben sichtbar. Ostern bedeutet: Das Leid hat nicht das letzte Wort. Der Tod hat nicht das letzte Wort.

Wer am Krankenbett sitzt, kann diese Botschaft nicht beweisen. Aber er kann sie bezeugen, durch Gegenwart, durch Treue, durch Liebe, die bleibt.

Ein Ostergruß

Wenn Sie heute einen Menschen kennen, der krank oder allein ist: Rufen Sie ihn an. Bringen Sie ein Osterei vorbei, eine Karte, ein paar Blumen. Manchmal ist das der Stein, der weggerollt wird.

Und wenn Sie selbst heute traurig oder allein sind: Sie sind nicht vergessen. Die bundesweite TelefonSeelsorge ist auch an Feiertagen rund um die Uhr unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 erreichbar. Unsere eigene Telefonseelsorge ist ab Dienstag wieder montags bis freitags von 8 bis 14 Uhr unter 0800 100 0 100 für Sie da.

Ihr St. Lukas Hospital Orden

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