Fasten heißt Platz machen: Gedanken zur Fastenzeit 2026
Geistlicher Impuls · 4. März 2026
Seit Aschermittwoch läuft die Fastenzeit, die vierzig Tage der Vorbereitung auf Ostern. Viele verzichten in diesen Wochen auf Süßes, Alkohol oder das Handy am Abend. Das ist gut. Aber Fasten ist mehr als Verzicht.
Wozu wir fasten
Beim Propheten Jesaja fragt Gott, welches Fasten ihm gefällt. Die Antwort ist überraschend: Es geht nicht um leere Teller, sondern darum, das Brot mit dem Hungrigen zu teilen und den Obdachlosen ins Haus zu holen (vgl. Jesaja 58,6–7).
Fasten macht Platz. Platz im Kalender, im Kopf und im Geldbeutel. Die entscheidende Frage ist: Womit füllen wir diesen Platz?
„Hier fängt Zukunft an“
Das katholische Hilfswerk Misereor hat seine Fastenaktion 2026 unter das Leitwort „Hier fängt Zukunft an!“ gestellt. Im Mittelpunkt stehen junge Menschen in benachteiligten Regionen der Welt, die durch eine Berufsausbildung eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben bekommen sollen. Als Beispiel dient Kamerun.
Der Gedanke dahinter gilt auch bei uns: Zukunft fängt dort an, wo jemand einem anderen etwas zutraut.
Vorschläge für diese Fastenzeit
- Zeit statt Schokolade: Verzichten Sie auf eine Stunde Fernsehen pro Woche und schenken Sie sie jemandem, der allein ist.
- Teilen: Legen Sie das Geld, das Sie durch Verzicht sparen, beiseite und geben Sie es weiter, zum Beispiel an ein Hilfswerk oder an eine Tafel in Ihrer Nähe.
- Zuhören: Fasten Sie einmal vom eigenen Reden. Hören Sie einem Menschen eine halbe Stunde lang nur zu.
- Versöhnen: Gibt es jemanden, mit dem Sie im Streit liegen? Die Fastenzeit ist eine gute Zeit für einen ersten Schritt.
Wer so fastet, bereitet sich wirklich auf Ostern vor.
Ihr St. Lukas Hospital Orden
Quelle zur Misereor-Fastenaktion 2026: Vatican News, Januar 2026, hessenschau.de