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Geistlicher Impuls: Wer ist mein Nächster?

Impuls · 16. März 2026

Ein Mann liegt verletzt am Straßenrand. Zwei Menschen kommen vorbei, sehen ihn und gehen weiter. Ein Dritter, ein Fremder aus Samarien, bleibt stehen. Er versorgt die Wunden, bringt den Mann in eine Herberge und sorgt dafür, dass er gepflegt wird. So erzählt es Jesus im Lukasevangelium (Lukas 10,25–37).

Die Geschichte beginnt mit einer Frage: „Wer ist denn mein Nächster?“ Jesus antwortet nicht mit einer Definition. Er dreht die Frage um. Nicht: Wer verdient meine Hilfe? Sondern: Wem werde ich zum Nächsten?

Was das für uns heute bedeutet

Der Straßenrand von damals hat heute viele Gesichter: der einsame Nachbar, die Frau ohne Wohnung am Bahnhof, der Mensch, der nachts nicht schlafen kann und niemanden zum Reden hat. Oft fehlt nicht der gute Wille, sondern der Moment, in dem wir stehen bleiben.

Der Samariter hat nicht die Welt gerettet. Er hat einem Menschen geholfen, der vor ihm lag. Das genügt. Am Ende sagt Jesus nur einen Satz: „Geh hin und tu desgleichen!“ (Lukas 10,37).

Eine Frage für diese Woche

Wo liegt in Ihrem Alltag jemand „am Straßenrand“? Vielleicht reicht ein Anruf, ein Besuch, ein offenes Ohr.

Und wenn Sie selbst derjenige sind, der gerade nicht weiterweiß: Unsere Telefonseelsorge ist montags bis freitags von 8 bis 14 Uhr unter 0800 100 0 100 für Sie da.

Ihr St. Lukas Hospital Orden

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