Welttag der Kranken: Ich war krank, und ihr habt mich besucht
Seelsorge · 11. Februar 2026
Heute begeht die katholische Kirche den 34. Welttag der Kranken. Papst Leo XIV. hat seine Botschaft dazu unter den Titel gestellt: „Das Mitgefühl des Samariters: Lieben, indem man das Leid des anderen mitträgt“. Er ruft darin dazu auf, unsere Aufmerksamkeit auf die Bedürftigen und Leidenden zu richten, gerade auf die Kranken.
Für uns als Lukas-Orden ist dieser Tag ein Anlass, über etwas sehr Einfaches nachzudenken: den Krankenbesuch.
Warum ein Besuch so viel bewirkt
Wer im Krankenhaus oder im Pflegeheim liegt, verliert schnell den Kontakt zur Welt draußen. Der Tag besteht aus Untersuchungen, Mahlzeiten und Warten. Viele ältere Menschen bekommen über Wochen keinen Besuch.
Ein Besuch kann keine Krankheit heilen. Aber er sagt: Du bist nicht vergessen. Du bist mehr als dein Befund.
Was einen guten Krankenbesuch ausmacht
- Zeit mitbringen, keine Ratschläge. Kranke brauchen selten Tipps, aber oft jemanden, der zuhört.
- Nicht zu lange bleiben. Eine halbe Stunde ist oft genug. Achten Sie darauf, ob Ihr Gegenüber müde wird.
- Stille aushalten. Man muss nicht die ganze Zeit reden. Einfach da sein, ist schon viel.
- Nach dem Menschen fragen, nicht nur nach der Krankheit. Was hat er früher gern gemacht? Was vermisst er?
- Ein Gebet anbieten, nicht aufdrängen. Viele Kranke freuen sich darüber, manche nicht. Beides ist in Ordnung.
Unser Krankenbesuchsdienst
Der Krankenbesuchsdienst ist neben der Telefonseelsorge ein Schwerpunkt des Lukas-Ordens. Wenn Sie selbst Menschen besuchen möchten, laden wir Sie ein, bei uns mitzumachen. Rufen Sie uns an unter 0203 39 51 65 77 oder schreiben Sie an hilfe@lukasorden.de.
Und wenn Sie selbst krank sind und jemanden zum Reden brauchen: Unsere Telefonseelsorge erreichen Sie montags bis freitags von 8 bis 14 Uhr unter 0800 100 0 100.
Ihr St. Lukas Hospital Orden
Quelle: Vatican News, Januar 2026; Botschaft im Wortlaut bei der Deutschen Bischofskonferenz (PDF)